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Pamba® Tabletten, 250 mg

4-(Aminomethyl)benzoesäure

Takeda
PZN:
06158676, 04081716

Inhaltsangabe

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Pamba ® Tabletten, 250 mg

4-(Aminomethyl)benzoesäure

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.
  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.

  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

1. Was sind Pamba Tabletten und wofür werden sie angewendet?

Pamba Tabletten sind ein Arzneimittel zur Förderung der Blutstillung. Sie werden angewendet zur Vorbeugung und Behandlung von Blutungen oder Blutungsneigungen aufgrund einer Gerinnungsstörung mit vermehrter Auflösung von Fibrin (lokalisierte oder generalisierte Hyperfibrinolyse), die durch andere therapeutische Maßnahmen nicht ausreichend zu behandeln ist, beispielsweise:

  • bei Gabe von Desmopressin (Desamino-D-Arginin Vasopressin, DDAVP) aus hämostaseologischer Indikation bei von Willebrand-Syndrom oder Hämophilie A,

  • als Gegenmittel bei Blutungen unter Gerinnsel auflösender Behandlung (Lysetherapie),

  • bei Hyperfibrinolyse im Rahmen bösartiger Prostatatumoren und bestimmter Leukämieformen.

Die Einnahme soll unter Kontrolle oder nach Rücksprache mit einem in der Behandlung von Gerinnungsstörungen erfahrenen Arzt erfolgen.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Pamba Tabletten beachten?

Pamba Tabletten dürfen nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen 4-(Aminomethyl)benzoesäure oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

  • bei schwerer Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz),

  • bei Blutungen im Augeninnenraum (Glaskörperblutungen),

  • wenn Sie an einer Thrombose oder thromboembolischen Erkrankung leiden, außer als Gegenmittel bei lebensbedrohlichen Blutungen unter einer Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Mitteln.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Pamba Tabletten einnehmen.

Wenn bei Ihnen eine Thromboseneigung oder Hinweise für gehäuftes Auftreten von Thrombosen in Ihrer Familie vorliegen, wird Ihr Arzt Sie besonders sorgfältig überwachen.

Hinweis:

Wegen der zugrundeliegenden Gerinnungsstörung sollte prinzipiell auf alle Injektionen in den Muskel verzichtet werden, um Komplikationen durch ausgedehnte Blutergüsse zu vermeiden.

Nierenfunktionsstörungen
Für die Anwendung bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Da 4-(Aminomethyl)benzoesäure über die Nieren ausgeschieden wird, sollten bei länger dauernder Behandlung regelmäßige Untersuchungen der Nierenfunktion durchgeführt werden.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird Ihr Arzt gegebenenfalls auf ein anderes Arzneimittel dieser Wirkstoffgruppe zurückgreifen (z. B. Tranexamsäure).

Kinder

Für die Anwendung bei Kindern liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.

Ältere Menschen

Es liegen keine Erfahrungen für die Anwendung bei älteren Menschen vor.

Einnahme von Pamba Tabletten zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei zusätzlicher Anwendung von anderen gerinnungsbeschleunigenden Arzneimitteln (z. B. Gerinnungsfaktorenkonzentrate) kann eine Wirkungsverstärkung eintreten, die unter Umständen das Risiko des Auftretens von Thrombosen oder Embolien erhöhen kann.

Gerinnungshemmende Arzneimittel können aufgrund ihrer Wirkung die blutungsstillende Wirkung von Pamba Tabletten abschwächen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Es liegen keine Erfahrungen mit einer Anwendung von Pamba Tabletten in der Schwangerschaft vor. Unter diesen Bedingungen dürfen Sie Pamba Tabletten, außer bei lebensbedrohlichen Zuständen, nicht anwenden. Setzen Sie sich daher unbedingt vor einer Anwendung mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung.

Stillzeit

Es liegen keine Erfahrungen mit einer Anwendung von Pamba Tabletten in der Stillzeit vor. Es ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff von Pamba Tabletten in die Muttermilch übergeht. Wenn Sie stillen, sollten Sie Pamba Tabletten daher nicht anwenden, es sei denn, Ihr behandelnder Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Bei Einhaltung der Dosierungsvorschriften sind keine negativen Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit, das Bedienen von Maschinen und das Arbeiten ohne sicheren Halt zu erwarten.

Infolge selten auftretender Nebenwirkungen wie Blutdruckschwankungen und Schwindel kann es jedoch zu einer Beeinträchtigung der Reaktionsfähigkeit kommen.

Pamba Tabletten enthalten Lactose

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Pamba Tabletten daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3. Wie sind Pamba Tabletten einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt

2 - 3 mal täglich 1 Tablette (entsprechend 500 mg bis 750 mg 4-(Aminomethyl)benzoesäure pro Tag).

Die weitere Dosierung erfolgt in Abhängigkeit von der Wirkung und dem Ergebnis der Gerinnungsuntersuchungen.

Die Maximaldosis von 4 Tabletten (entsprechend 1000 mg 4-(Aminomethyl)benzoesäure pro Tag) sollte nicht überschritten werden.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen unzerkaut mit Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) nach den Mahlzeiten.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Behandlung bestimmt der Arzt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Pamba Tabletten zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Pamba Tabletten eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr Pamba Tabletten als verordnet eingenommen haben, informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Pamba Tabletten vergessen haben

Nehmen Sie beim nächsten Mal nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Pamba Tabletten abbrechen

Wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder beenden wollen, sprechen Sie bitte vorher mit Ihrem behandelnden Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Mögliche Nebenwirkungen

Gelegentlich (1 bis 10 Behandelte von 1.000)

  • Schwindel,

  • Blutdruckschwankungen, erhöhter Pulsschlag, übermäßiger Blutdruckabfall und/oder Beschwerden durch Blutdruckabfall beim Wechsel der Körperlage vom Liegen oder Sitzen zum Stehen (orthostatische Regulationsstörungen),

  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall

Selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000)

  • Die Behandlung von Blutungen aus dem Harntrakt (Hämaturie) mit Pamba Tabletten kann die Bildung von Gerinnseln in den ableitenden Harnwegen begünstigen, die unter Umständen zu einer Verlegung der Harnleiter (Obturation) führen und die Nieren schädigen können. Häufig äußert sich dies durch kolikartige Schmerzen. Daher ist auf reichliche Flüssigkeitszufuhr zu achten und die Urinausscheidung zu kontrollieren.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie sind Pamba Tabletten aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen

Nicht über 25 °C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Pamba Tabletten enthalten

  • Der Wirkstoff ist 4-(Aminomethyl)benzoesäure

    1 Tablette enthält 250 mg 4-(Aminomethyl)benzoesäure.

  • Die sonstigen Bestandteile sind:

    Lactose; Kartoffelstärke; Talkum; Magnesiumstearat; Povidon; Carboxymethylstärke, Natriumsalz

Wie Pamba Tabletten aussehen und Inhalt der Packung

Pamba Tabletten sind weiße, runde, biplane Tabletten mit einseitiger Kreuzkerbe.

Pamba Tabletten sind in Packungen mit 20 Tabletten und 100 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Takeda GmbH

Byk-Gulden-Str. 2

78467 Konstanz

Telefon: 0800 82533 5

Telefax: 0800 82533 9

E-Mail: medinfo@takeda.de

Hersteller

Takeda GmbH

Betriebsstätte Oranienburg

Lehnitzstr. 70 - 98

16515 Oranienburg

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Januar 2015.


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