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Magnesiocard® forte 10 mmol Orange Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen

Magnesiumaspartat-HCl 3H↓2↑O

Verla
PZN:
02470336, 02470342, 02470359

Inhaltsangabe

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Magnesiocard® forte 10 mmol Orange

Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen

Wirkstoff: Magnesiumaspartat‒hydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

  • Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.

  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

  • Wenn Sie sich nach 4-6 Wochen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

1. Was ist Magnesiocard® forte 10 mmol Orange und wofür wird es angewendet?

Magnesiocard® forte 10 mmol Orange ist ein Mineralstoffpräparat.

Magnesiocard® forte 10 mmol Orange wird angewendet,

  • zur Behandlung von therapiebedürftigen Magnesiummangelzuständen, die keiner Injektion/Infusion bedürfen;

  • bei nachgewiesenem Magnesiummangel, wenn er Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit (neuromuskuläre Störungen, Wadenkrämpfe) ist.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Magnesiocard® forte 10 mmol Orange beachten?

Magnesiocard® forte 10 mmol Orange darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Magnesiumaspartat‒hydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile von Magnesiocard® forte 10 mmol Orange sind,

  • wenn Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung mit Ausscheidungshemmung oder Flüssigkeitsmangel des Körpers leiden oder zu Infektsteinen (Calcium‒Magnesium‒Ammoniumphosphatsteine) neigen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Magnesiocard® forte 10 mmol Orange einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Magnesiocard® forte 10 mmol Orange ist erforderlich,

wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist.

Kinder

Kinder unter 14 Jahren sollten niedriger dosierte Darreichungsformen von Magnesiocard® erhalten, Kinder unter 4 Jahren jedoch nur nach Rücksprache mit dem Arzt, da bisher keine ausreichenden Erfahrungen für diese Altersgruppe vorliegen.

Einnahme von Magnesiocard® forte 10 mmol Orange zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Magnesiocard® forte 10 mmol Orange beeinflusst werden.

Bestimmte Antibiotika (Tetrazykline) und Natriumfluoridpräparate sollten zeitlich 3-4 Stunden versetzt zu Magnesiocard® forte 10 mmol Orange eingenommen werden, um eine gegenseitige Beeinträchtigung der Aufnahme ins Blut zu vermeiden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Magnesiocard® forte 10 mmol Orange kann in der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Magnesiocard® forte 10 mmol Orange

Dieses Arzneimittel enthält Sorbitol. Bitte nehmen Sie Magnesiocard® forte 10 mmol Orange erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3. Wie ist Magnesiocard® forte 10 mmol Orange einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Als mittlere Tagesdosis empfiehlt sich 0,185 mmol Magnesium (4,5 mg) pro kg Körpergewicht. Bei chronischen und schweren akuten Magnesiummangelzuständen kann die Tagesdosis, falls keine Gegenanzeigen vorliegen, bis zur Beseitigung des Mangels unbedenklich auf 0,37 mmol Magnesium (9 mg) pro kg Körpergewicht erhöht werden.

Die empfohlene Dosis beträgt

Erwachsene: 1 Beutel 1-2 mal täglich (entsprechend 243-486 mg Magnesium).

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Jugendliche über 14 Jahre:

1 Beutel 1-2 mal täglich (entsprechend 243-486 mg Magnesium).

Kinder ab 4 Jahren sollten niedriger dosierte Darreichungsformen von Magnesiocard® erhalten.

Art der Anwendung

Verrühren Sie bitte den Inhalt eines Beutels in einem halben Glas Wasser, Tee oder Fruchtsaft und trinken Sie den Inhalt des Glases vollständig aus.

Magnesiocard® forte 10 mmol Orange sollte vor dem Essen eingenommen werden, da sich dadurch die Aufnahme vom Magen‒Darmkanal in den Blutkreislauf verbessert.

Dauer der Anwendung

Magnesiocard® forte 10 mmol Orange sollte täglich über mindestens 4 Wochen eingenommen werden. Auch eine Dauertherapie mit Magnesiocard® forte 10 mmol Orange (über Jahre) ist bei normaler Nierenfunktion unbedenklich, da überschüssiges Magnesium über die Niere ausgeschieden wird.

Wenn Sie eine größere Menge von Magnesiocard® forte 10 mmol Orange eingenommen haben, als Sie sollten,

können die unter Punkt 4 angegebenen Nebenwirkungen verstärkt auftreten.

Wenn Sie die Einnahme von Magnesiocard® forte 10 mmol Orange vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Gelegentlich (bei bis zu 1 von 100 Behandelten) können weiche Stühle auftreten, die unbedenklich sind. Sie können Folge einer hochdosierten Magnesiumbehandlung sein.

Beim Auftreten störender Durchfälle ist die Tagesdosis zu verringern.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt‒Georg‒Kiesinger‒Allee 3, D‒53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Magnesiocard® forte 10 mmol Orange aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Beutel angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Nicht über 30ºC aufbewahren.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Magnesiocard® forte 10 mmol Orange enthält

Der Wirkstoff ist: Magnesiumaspartat‒hydrochlorid

1 Beutel mit 4 g Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen enthält: Magnesiumaspartat‒hydrochlorid 3 H2O 2460 mg.
Magnesiumgehalt: 10 mmol = 243 mg.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Citronensäure, Macrogol 6000, Natriumcyclamat, SaccharinNatrium, hochdisperses Siliciumdioxid, Betacaroten, Maltodextrin, Arabisches Gummi, mittelkettige Triglyceride, Sorbitol (Ph.Eur.), Ascorbinsäure, allracalphaTocopherol, SiliciumdioxidHydrat, OrangenAroma.

Magnesiocard® forte 10 mmol Orange enthält kein Gluten und keine Lactose.

Wie Magnesiocard® forte 10 mmol Orange aussieht und Inhalt der Packung

In Beutel verpacktes, orangefarbenes Pulver.

Magnesiocard® forte 10 mmol Orange ist in Packungen mit 20, 50, 100 und 500 Beuteln mit je 4 g Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Verla‒Pharm Arzneimittel GmbH & Co. KG, 82324 Tutzing, www.verla.de

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im April 2017.

Liebe Patientin, lieber Patient!

Mit diesen ergänzenden Informationen möchten wir Sie mit dem Mineralstoff Magnesium und seiner lebenswichtigen Bedeutung für unseren Organismus vertraut machen.

Lebenswichtiger Mineralstoff

Magnesium ist ein Mineralstoff, ohne den kein Leben möglich wäre! Ob wir uns am Grün der Blätter erfreuen oder in unserer Arbeit und Freizeit aktiv sind ‒ ohne Magnesium wäre beides unmöglich. Im Pflanzenreich ist Magnesium der zentrale Bestandteil des Blattgrüns. Bei uns Menschen dient es dem Körper zur Bereitstellung von Energie. Der Mineralstoff ist für mehr als 600 verschiedene Stoffwechselprozesse in unserem Körper notwendig. Für gesunde Menschen liegt die Zufuhrempfehlung über die Nahrung bei 300 bis 400 mg Magnesium pro Tag.

Ein Mangel kann viele Ursachen haben...

Es ist nicht immer einfach, den Magnesiumbedarf über die Nahrung zu decken, da manche magnesiumreiche Lebensmittel sehr kalorienreich sind (z.B. Nüsse, Schokolade) und häufig zu wenig naturbelassene Nahrungsmittel auf dem Speiseplan stehen.

Außerdem tragen die Magnesiumverarmung der landwirtschaftlichen Anbauflächen und damit der Pflanzen, die Verwendung von raffiniertem Zucker, hoch ausgemahlenem weißem Mehl und rieselfähig gemachtem Speisesalz zur Entstehung eines Magnesiummangels bei. Bestimmte Ernährungsgewohnheiten (z.B. Fast‒Food, einseitige Diäten, Schlankheitskuren) spielen ebenfalls eine Rolle.

Ein Magnesiummangel kann auch bei Krankheiten entstehen (z.B. Zuckerkrankheit, chronische Darmerkrankungen), bei Einnahme von Arzneimitteln (z.B. Entwässerungsmittel, Protonenpumpenhemmer) und in Lebenssituationen mit erhöhtem Magnesiumbedarf, wie z.B. während der Schwangerschaft, Stillzeit oder im Wachstum. Starkes Schwitzen oder Alkoholkonsum können ebenfalls Magnesiumdefizite verursachen.

... und führt zu Beschwerden

Unser Körper signalisiert einen Magnesiummangel durch bestimmte Symptome. Da Magnesium überall im Körper gebraucht wird, können solche Krankheitssignale aus ganz unterschiedlichen Körperregionen kommen. Bekannt sind z.B. eine erhöhte Nervosität und innere Unruhe. Die Muskulatur wird krampfanfälliger. Dies kann zu Waden‒ und Zehenkrämpfen, vor allem nachts, aber auch zu Verkrampfungen im Nacken‒, Schulter‒ und Rückenbereich führen. Während einer Schwangerschaft kann ein Magnesiummangel vorzeitige Wehen verursachen. Wadenkrämpfe sind dabei oft ein erstes Warnsignal. Herzrhythmusstörungen oder Kopfschmerzen können ebenfalls Folgen eines Magnesiummangels sein.

Wenn Sie Fragen haben, sind wir für Sie unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 1044443 erreichbar.

Verla‒Pharm wünscht Ihnen alles Gute!

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